Workshop 4.2: Sind unsere Ausbildungsberufe digital genug - und wo kommen sie eigentlich her?

DIHK informiert auf dem jakobb 2017 über die Entstehung dualer Ausbildungsberufe

Die fortschreitende Digitalisierung führt auch in der dualen Ausbildung zu erheblichen Veränderungen. Einige fordern gänzlich neue Ausbildungsberufe, andere zeigen sich mit den offenen Formulierungen in den Ausbildungsordnungen mehr als zufrieden. Im Workshop auf dem jakobb 2017 in Stuttgart wird zunächst vorgestellt, wie Ausbildungsberufe im Zusammenspiel aller Beteiligten entstehen und welche aktuellen Entwicklungen, wie zum Beispiel das „agile Verfahren“, die bildungspolitische Landschaft zurzeit bereichern. Anschließend sollen die Teilnehmenden darüber diskutieren, ob das etablierte System zur Überarbeitung von Berufen den Anforderungen der Digitalisierung gerecht wird – bis hin zu der Frage, was einen „digitalen Ausbildungsberuf“ überhaupt auszeichnet.

Die Entstehung von Ausbildungsberufen braucht Zeit – zu lange in Zeiten der Digitalisierung?

Ausbildungsberufe entstehen in einem definierten Prozess, dem sogenannten „Neuordnungsverfahren“, bei dem durch sorgsames Abwägen der verschiedenen Interessen aller Beteiligten ein tragfähiges Ergebnis erarbeitet wird. Dieses Vorgehen in Dialog und Konsens aller Beteiligten (Unternehmen, Verbände und IHK-Organisation, Gewerkschaften, Länder und Bund) ist wichtig, damit die Ausbildungsberufe von breiter Zustimmung getragen und von den Betrieben angenommen werden. Dieser Abwägungsprozess kann sich im Einzelfall über mehrere Jahre hinziehen – zu lange aus Sicht derer, die in den „disruptiven“ Zeiten der Digitalisierung eine Beschleunigung des „Berufemachens“ fordern.

Prozess modernisieren, optimieren und beschleunigen – dank des „Agilen Verfahrens“?

Daher wird zurzeit das so genannte „Agile Verfahren“ erprobt. Dafür werden vor dem Start eines Neuordnungsverfahrens im engeren Sinne die Änderungsbedarfe im gesamten Qualifizierungsumfeld eines Berufes oder einer Berufsgruppe analysiert. Neben relevanten Ausbildungsberufen werden dabei auch Fortbildungsabschlüsse oder bereits bestehende Umsetzungshilfen für die Praxis in den Blick genommen. Aufbauend auf dieser Analyse kann die Anpassung der praktischen Aus- und Weiterbildung zumindest teilweise schon kurzfristig erfolgen und ein zeitlich aufwendigeres Gesamtverfahren zur Modernisierung von Ausbildungsberufen muss nicht abgewartet werden. Ein solches „Agiles Verfahren“ starteten beispielsweise die Sozialpartner der Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2016 hinsichtlich der Anpassungen für Industrie 4.0, aber auch die IT-Branche. Die gezielte Modernisierung von Ausbildungsberufen kann so optimiert und beschleunigt werden, denn: Nicht immer muss der komplette Beruf überarbeitet oder neu erstellt werden.

Workshop auf dem jakobb 2017

Die Teilnehmenden des Workshops sollen auch die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion haben. Dabei stehen die folgenden Leitfragen im Vordergrund:

 

  Was zeichnet einen „digitalen“ Ausbildungsberuf aus Sicht der Teilnehmenden aus?

 

  Wie bewerten die Teilnehmenden die aktuellen Entwicklungen im Neuordnungsprozess? Sind darüber hinaus Anpassungen erforderlich?

 

Diskutieren Sie mit uns über die Zukunft der Ausbildungsberufe in einer digitalen Welt - Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

Ansprechpartner:

 

DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.

 

Bereich Ausbildung

 

Michael Assenmacher

 

Dipl.-Ing. | Dipl.-Wirt.-Ing.

 

Referatsleiter Technische Berufe

 

Breite Straße 29, 10178 Berlin

 

 

 

Tel.: (030) 20 308 2525

 

Fax: (030) 20 308 5 2525

 

Mail: assenmacher.michael@dihk.de

 

 

 

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