Workshop 5.1 - Ausbildung 4.0 - Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Digitale Kompetenz fordern und fördern - auf dem jakobb 2017 in Stuttgart

Eins ist klar: Unsere Zukunft wird immer digitaler. Das beschränkt sich nicht nur auf unser Privatleben, sondern auch auf unsere Berufe und Ausbildungsplätze. Und obwohl das jede Branche betrifft, fühlen sich nicht nur viele Azubis, sondern auch viele Ausbildende davon nicht ange- sprochen. Auf dem jakobb 2017 verraten wir Ihnen, wie Sie mit Ihren Ausbildenden und Azubis die Ausbildung 4.0 anpacken können!

Hat die junge Generation einen „digitalen Vorteil“?

Was glauben Sie, wer verfügt in der Einschätzung von Unternehmen über eine höhere digitale Kompetenz? Die jungen Bewerbenden (Schulabgänger und Schulabgänger-innen) oder die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bis 50 Jahre? Laut Bitkom Research sind es die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bis 50 Jahre. Die erhalten in der Be- wertung die Durchschnittsnote 2,8, während die Bewerbenden nur eine 3,0 erreichen. Das kann doch nicht sein, denken Sie? Schließlich bedient die junge Generation ihre Tablets und Smartphones mit einer Selbstverständlichkeit, von der wir nur träumen können. Stimmt, das können Sie. 

Technische Kompetenz - in die Wiege gelegt?

Hatten Sie früher noch einen Kassettenrekorder? Wenn ja, dann wussten Sie sicher, wie man mit einem Bleistift Bandsalat beseitigt und mit Tesafilm eine theoretisch nicht bespielbare Kassette bespielbar machen konnte. Es ist ganz normal, dass wir die Technik unserer Jugend bedienen können. 

Digitale Kompetenz - viel mehr als nur hin und her wischen zu können und ein Social Media Account zu besitzen

Aber digitale Kompetenz ist so viel mehr als das Benutzen von Apps und Social Media Anwendungen. Digitale Kompetenz ist die Fähigkeit, die Veränderung der Gesellschaft mit fortschreitender Digitalisierung zu erkennen und erfolgreich zu nutzen. Diese Fähigkeiten müssen wir fordern und fördern - auf Seite der Azubis aber genauso auch auf Seiten der Ausbildenden und Unternehmen. 

Studie 2016: Azubi-Recruiting-Trends

Und weil das Thema so komplex ist und so viele unterschiedliche Facetten hat, ver- schließen viele offensichtlich lieber die Augen davor. Anders ist nicht zu erklären, dass in der Studie „Azubi-Recruiting Trends“ 2016 65 % der befragten Ausbildenden angaben, dass Themen wie Industrie 4.0 und digitale Transformation sie nicht be- treffen würden. Dabei wird es fast jede Branche treffen. Digitale Technik ist heute auch in Traditionsberufen des Handwerks oder der Landwirtschaft (bspw. Schreiner/Bauer) zuhause.

 

Digitale Kompetenz bedeutet auch, begierig darauf zu sein, Neues zu erlernen, altbe-währte Prozesse zu hinterfragen und kreativ über den Tellerrand zu schauen - und nicht die Augen zu verschließen. 

Seien auch Sie neugierig! Kommen Sie zum Workshop auf dem jakobb 2017 in Stuttgart

Unter der Fragestellung „Ist die Zukunft der Beruflichen Bildung (nur noch) digital?“  und „Digital oder bewährt? - wie entscheiden sich AusbilderInnen/LehrerInnen richtig?“ zeigen Friedhelm Rennhak und Felicia Ullrich, wie Sie mit Ihren Azubis und Ihren Ausbildern erfolgreich in eine digitale Zukunft gehen können - und wo mög- licherweise die Digitalisierung Grenzen hat.