Workshop 3.5b: Mobile Learning und Prozesskompetenz als fester Bestandteil der Ausbildung 4.0

Nachwuchsstiftung Maschinenbau entwickelt zusammen mit Unternehmen aus der Industrie digitale Lernplattform für den praktischen Ausbildungsalltag und informiert auch auf dem jakobb 2017

Die Nachfrage an Content für mobile Endgeräte in der Ausbildung ist so hoch wie nie zuvor. Zum einen um die aktuellen Auszubildenden zu motivieren, zum anderen um noch effektiver und besser Ausbildungsinhalte zu vermitteln.

E-Learnings, Videos und andere digitale Lerninhalte können so direkt an den Arbeitsplatz oder die Maschine mitgenommen und angewandt werden.

Für den Ausbilder entfällt das Kopieren und Ausgeben von Arbeitsunterlagen. Alle Hilfen stehen jederzeit und überall zur Verfügung.

 

Fachkräfte mit hoher Prozesskompetenz von den Unternehmen gesucht

Da Fachkräfte mit einer hohen Prozesskompetenz auf dem Arbeitsmarkt kaum verfügbar sind und damit auch nur zu einem hohen Preis rekrutiert bzw. gewonnen werden können, muss im Idealfall die eigene Ausbildung bereits Fachkräfte mit entsprechenden Kompetenzen zum Output haben. Dabei sollen die Fachkräfte direkt nach der Ausbildung deutlich mehr als nur die praktischen Tätigkeiten beherrschen.

Arbeitgeber suchen im Zeitalter von Industrie 4.0 immer mehr Fachkräfte, die sich mit dem gesamten Wertschöpfungsprozess im Unternehmen und darüber hinaus auseinandersetzten, als auch in diesem Sinne denken und ihre Aktivitäten danach steuern.

Die Fachkraft von Morgen soll ihren Arbeitsprozess mit den gegebenen Mitteln effizient gestalten und zum geforderten Ziel gelangen. Dabei muss sie sich den sich ständig ändernden Gegebenheiten anpassen. Digitale Hilfsmittel gehören dabei zum Arbeitsalltag. Dies stellt die Ausbildung vor eine neue Herausforderung.

Klassische Ausbildung hat Lücken und muss Transformation zur Ausbildung 4.0 durchlaufen

Die klassische Grundausbildung vermittelt somit nicht die benötigen Fähigkeiten eines modernen/zukünftigen Facharbeiters. Es werden zukünftig zusätzliche Kompetenzen während der Ausbildung vermittelt werden müssen um die Nachfrage in den Fachbereichen befriedigen zu können.

Dazu muss auch die Ausbildung, genauso wie das gesamte Unternehmen eine Transformation durchlaufen. Diese Transformation kann natürlich nicht durch das Umlegen eines Schalters angestoßen bzw. abgeschlossen werden, sondern ist ein kontinuierlicher Prozess der sicherlich noch einige Zeit andauern wird und dessen Ende nicht abzusehen ist.

Chancen und Herausforderungen bei der Reduzierung von bewährten und bekannten Inhalten und der Aufnahme von neuen Themengebieten

Im Zuge der Entwicklung zur Ausbildung 4.0 sollte der gesamte Ausbildungsprozess überdacht werden. Das digitale Lernmedium ist dabei ein wichtiger und unabdingbarer Baustein, um Prozesskompetenz bereits in der Grundbildung schnell und effektiv zu vermitteln und junge Menschen zu motivieren. Allerdings gelingt dies nur, wenn die praktischen Aufgaben mit den Möglichkeiten und Vorteilen von digitalen und mobilen Anwendungen kombiniert werden und bereits in der Grundbildung nach dem Prinzip der vollständigen Handlung ausgebildet wird.

Die Effektivität in der Ausbildung muss hier signifikant gesteigert werden, um alle benötigte Ausbildungsinhalte zukünftig abdecken zu können. Individuelles Lernen ist hier unabdingbar um jeden Einzelnen passend zu fördern. Wie kann individuelles lernen im Ausbildungsalltag vor allem zu Beginn der Ausbildung vom Ausbilder bewerkstelligt werden?

Individuelles Lernen fördern

Ein mögliches Tool dafür ist die Plattform Mobile Learning in Smart Factories (MLS). Hier kann der für das Unternehmen relevante Ausbildungsinhalt digital zur Verfügung gestellt und mit sämtlichen, passenden Medien unterstützt werden. Egal ob Text, Video, WBTs oder andere Formate, alle diese Elemente fließen in den praktischen Ausbildungsalltag ein. Ziel ist es dabei, ein „lernen auf Vorrat“ zu vermeiden. Das bedeutet, dass keine WBTs oder Sicherheitsunterweisungen ohne Bezug zu einer praktischen Arbeitsaufgabe im Vorfeld bearbeitet werden. Diese Inhalte werden erst nach erteilen der praktischen Arbeitsaufgabe im passenden Arbeitsschritt zu Verfügung gestellt. Dabei kann jeder Azubi selber entscheiden, ob und wie oft er Hilfen und Unterstützungen in Anspruch nimmt. Damit wird das individuelle Lernen optimal unterstützt und gefördert.

Wichtig ist dabei, dass alle Aufgaben sich am Prinzip der Vollständigen Handlung orientieren und sich der Azubi somit von Beginn an Problemlösungsstrategien aneignet. Ergänzt wird das Angebot von MLS durch Tabellen und Fachkundebüchern in digitaler Form, deren Inhalt sich ebenfalls wieder mit den Aufgaben verbinden lässt.

Workshop auf dem jakobb 2017

Die Plattform MLS und Beispiele der Umsetzung in der Praxis werden vorgestellt.

Voraussetzungen werden erläutert und die Schritte einer erfolgreichen Transformation zur Ausbildung 4.0 angesprochen und mit Ihnen zusammen diskutiert und erarbeitet.

Sollte Sie das Thema ansprechen, würden wir uns freuen, Ihnen das Thema aus unserer Sicht näherbringen zu dürfen und Ihre Meinung dazu zu erfahren

Ansprechpartner:

Michael Mühlegg

Leiter Standort Süd

 

Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH

Hauffstraße 4

73262 Reichenbach

 

Telefon: +49 7153 502-9022

E-Mail: michael.muehlegg@nws-mb.de